Hagelüken, Das gespaltene Land

Die Kluft zwischen arm und reich wird immer größer, Deutschland driftet auseinander. Gerade einmal 40.000 Super-Reichen, also 0,5 Promille der Bevölkerung, gehört fast ein Fünftel des gesamten Volksvermögens. Die Hälfte der Bevölkerung, rund vierzig Millionen Menschen haben dagegen fast nichts – oder Schulden. Das ist für sie ein Nachteil, denn Arme sterben 10 bis 20 Jahre vor ihren reichen Nachbarn. Vor allem aber gibt das dramatische Schwinden der Mittelschicht Anlass zur Sorge, denn sie hat das Land über Jahrzehnte dominiert und stabilisiert. Gesellschaftliche Ungleichheit geht auf Kosten des Wachstums, das hat die Wissenschaft mittlerweile nachgewiesen.

Alexander Hagelüken macht die Lage drastisch klar und zeichnet ein düsteres Bild von der Zukunft: Alters-Armut, sozialer Abstieg, politische Radikalisierung bei den Wahlen. Die Politik muss dringend handeln, so Hagelüken, sonst wird das Land nicht wiederzuerkennen sein. Hagelükens alarmierendes Debatten-Buch zeigt, dass nur ein neuer Gesellschaftsvertrag sozialen Frieden und Gerechtigkeit sowie Wohlstand für alle sichern kann. Der 48-jährige Autor ist verheiratet und hat vier Kinder. Seit 2015 ist er Leitender Redakteur Wirtschaftspolitik bei der Süddeutschen Zeitung, deren Redaktion er nach dem Stuium der Volkswirtschaft, Rechtswissenschaten und englischen Literatur seit vielen Jahren in unterschiedlichen Positionen angehört.

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(c) Magazin Frankfurt, 2019