Dum-Tragut, Armenien

"Land der Steine" - so nennen die Bewohner Armeniens gerne liebevoll ihre Heimat. Das für viele unbekannte Land jenseits der schneebedeckten kaukasischen Riesen ist zerklüftet, steinig und uralt. Das Hochgebirgsland lässt seinen Bewohnern nur wenig Platz, um den fruchtbaren, trockenen Vulkanboden zu bestellen. Das Land auf der Grenze zwischen Europa und Asien, zwischen Christentum und Islam bietet eine faszinierende Kultur eines eigenständigen armenischen Volkes, das sowohl vom Orient wie sehr stark vom Christentum beeinflusst wurde. Eigentlich war Armenien sogar der erste christliche Staat der Welt, und fromme Mönche lebten in der Frühzeit des Christentums am Ararat, in den undurchdringlichen Wäldern und den in steilen Felswänden versteckten Orten, die oft nach wie vor darauf harren entdeckt und bestaunt zu werden.

Kleine Steinkirchen, spektakuläre Klosterburgen, Kreuze in den Ebenen bezeugen auch nach zweitausend Jahren eine christliche Tradition, die schwer zu leiden hatte. Wer heute das Land bereist erlebt atemberaubende Gebirgslandschaften und jahrtausendealte Baudenkmäler von unschätzbarem Wert. Es ist noch nicht lange her, dass man das Land überhaupt bereisen kann, denn erst in den letzten Jahren entwickelte sich dort vielerorts eine touristische Infrastruktur, die Armenien verstärkt als Reiseziel für Kulturinteressierte in den Fokus von Kulturreisenden, aber auch von Wanderern rückt. Der kenntnisreich geschriebene Führer aus dem Trescher-Verlag enthält neben ausführlichen Informationen zu Geschichte, Kultur und Baukunst viele praktische Tipps, zahlreiche Übersichtskarten, einen Sprachführer sowie Hinweise zu Unterkunft und Verpflegung.

(c) Magazin Frankfurt, 2019